Die richtige Beleuchtung mit der Leuchtstoffröhre

21NmOj0JZL.jpgIn der Vergangenheit war die Suche nach einer geeigneten Beleuchtung relativ einfach, denn in der Mehrzahl wurden Glühbirnen angeboten und auch genutzt. Das Angebot hat sich zwischenzeitlich natürlich enorm vergrößert und auch die Auswahl ist heute wesentlich schwieriger. Unter den Leuchtmitteln finden sich nicht nur LEDs und Halogenstrahler, sondern auch die Leuchtstoffröhren.

Die Geschichte der Leuchtstoffröhre hat bereits vor gut 150 Jahren begonnen und erfunden wurde sie von dem Bonner Physiker Heinrich Geißler. Der entwickelte die Grundlage der heutigen Röhren, die heute noch angewendet werden. Natürlich haben sich die Materialien aus denen die Röhren fabriziert werden verändert, denn nun kann nach Lampentyp oder einer bestimmten Farbe ausgesucht werden.

Wie funktioniert eine Leuchtstoffröhre eigentlich?

Erstmals wurde die Leuchtstoffröhre im Jahr 1936 produziert und an der Grundidee hat sich bis heute nichts verändert. Der Zündungsprozess wird in Gang gesetzt, indem durch zwei Elektroden ein Gas unter Spannung gesetzt wird und nach kurzer Zeit leuchtet die Röhre. Gefüllt ist eine Leuchtstoffröhre mit Quecksilber und Argon, wobei der Prozess nur stattfinden kann, weil die beiden Elektroden auf bis zu 2000 Grad erhitzt werden. In der Röhre befinden sich dann Quecksilber in Dampfform und freischwebende Elektroden, werden diese in Schwingungen versetzt, fängt der Stoff an zu leuchten und spendet Licht.

Leuchtstoffröhren verfügen über eine hohe Energieeffizienz, die besser ist wie bei den gewöhnlichen Glühbirnen. Die Lichtstärke wird hier immer in Lumen gemessen und Leuchtstoffröhren haben hierbei einen Wert von 45 bis 100 Lumen aufzuweisen. Die Lampen geben aber nicht nur Helligkeit ab, sondern auch eine große Wärme, darum sollte eine Leuchtstoffröhre in Betrieb auch niemals berührt werden.

Es gibt durchaus viele Freunde der Leuchtstoffröhre, aber auch Gegner, obwohl mit so einer Röhre eine hohe Energieeffizienz- Klasse zu erreichen ist. Insbesondere handelt es sich um den Kritikpunkt, dass mit Quecksilber gearbeitet wird, denn der ist bekanntlich für die Gesundheit sehr bedenklich. Das kann aber nur der Fall sein, wenn eine Leuchtstoffröhre zu Bruch geht, denn dann können bis zu 10 mg Quecksilber entweichen.

Ein weiterer Nachteil, der kritisiert wird, ist die Lichtqualität, die mit einer Energiesparbirne gleich zu setzen ist. Es lassen sich mit Leuchtstoffröhren zwar alle erdenklichen Lichtfarben darstellen, aber ein kontinuierliches Farbspektrum kann sie nicht erzeugen. Manche Personen sprechen sogar von Kopfschmerzen, die sie durch das Licht einer Leuchtstoffröhre bekommen. Darum sollte immer ein Abstand von mindestens 30 Zentimetern zu der Lichtquelle eingehalten werden. Ein weiterer Punkt, der sich negativ äußert, liegt darin, dass die volle Leuchtkraft erst nach einem Moment eintritt, wenn die Röhre eingeschaltet wird. Das war bei den bisherigen Glühbirnen nicht der Fall, aber die dürfen auch seit geraumer Zeit nicht mehr im Handel verkauft werden.

Licht überall

Was die Dauer der Leuchtkraft anbelangt, liegen Leuchtstoffröhren ganz weit vorne und sie sind auch nicht nur im Innenbereich zu nutzen, sondern auch draußen, wenn an eine entsprechende Halterung dafür gedacht wird. Die ist wegen eventueller Feuchtigkeit sehr wichtig.

Die Röhren wurden in der Vergangenheit eher verpönt, doch immer mehr werden sie heute auch im privaten Bereich eingesetzt, waren sie bis vor einiger Zeit Usus in Bürokomplexen oder in Verkaufsräumen, können sie heute fast in jedem Zimmer gefunden werden. Es können sogar Leuchtstoffröhren dimmbar betrieben werden, wenn ein Vorschaltgerät eingesetzt wird. Es entfällt mit diesem Gerät die Wartezeit bis die Röhre ihr volles Licht entfaltet und dadurch wird auch noch eine vollkommene Flimmerfreiheit erlangt.

Die Vorschaltgeräte können aber noch einiges mehr, denn ist die Leuchtstoffröhre einmal defekt, wird sie automatisch abgeschaltet. So kann die Gewissheit erlangt werden, dass kein Quecksilber austreten kann und die Röhre wird einfach durch eine neue Lichtquelle ersetzt.

Wurden Leuchtstoffröhren in der Vergangenheit eher stiefmütterlich behandelt, sind sie heute umso beliebter, denn sie können sogar als Lichtleisten für die perfekte Stimmung sorgen. Leuchtstoffröhren werden aber nicht nur in Wohnbereichen, Büros und ähnlichem eingesetzt, bekannt sind sie auch bei Aquarianern und denen die ein Terrarium besitzen.

Leuchtstoffröhren austauschen

Leuchtstoffröhren helfen Strom zu sparen und es gibt sie nicht nur in verschiedenen Farben, sondern auch in unterschiedlichen Formen. Aber auch eine Leuchtstoffröhre hält nicht über einen bestimmten Zeitpunkt hinaus, so wie das auch bei anderen Leuchtmitteln der Fall ist.

Eine klassische Leuchtstoffröhre, so wie sie jeder kennt, verfügt über einen sogenannten Starter. Ist die Röhre einmal defekt, muss in der Regel nur der Starter ausgewechselt werden. Bei den üblichen Energiesparlampen kann das nicht geschehen, die müssen dann im Ganzen gewechselt werden. Bei der Röhre muss lediglich der Starter entfernt werden um ihn durch einen Neuen zu ersetzen. Es ist dazu auch kein Fachmann nötig, denn der Wechsel kann durch den Nutzer selber ausgeführt werden.

Die Starter finden sich in den meisten Fällen unter der Röhre und sind mittels einer Kappe abgedeckt, die nur aufgeschraubt werden muss um den Starter dann zu entfernen. Um diese Arbeit zu erledigen muss allerdings die Röhre erst einmal abgeschraubt werden, was natürlich in kaltem Zustand geschehen sollte. Die Röhren sind in der Fassung durch zwei kleine Stecker befestigt, die für einen Wechsel entfernt werden müssen.

Anschließend kann die Leuchtstoffröhre mit einer Drehung nach rechts vorsichtig aus der Halterung genommen werden. Genau auf die gleiche Art und Weise wird eine neue Röhre auch eingesetzt.

Die Entsorgung

Leuchtstoffröhren haben keine endlose Lebensdauer und müssen irgendwann einmalentsorgt werden, in den normalen Restmüll dürfen sie aber auf gar keinen Fall. Der Grund ist natürlich das Quecksilber, das jede Röhre enthält, das würde zu einer Schadstoffbelastung für die Umwelt führen und darum müssen sie auch entsprechend entsorgt werden. Werden Leuchtstoffröhren nicht entsprechend entsorgt, kann das sogar eine Ordnungswidrigkeitsstrafe nach sich ziehen

Für große Mengen gibt es entsprechende Firmen, die die Röhren abholen, um sie dann zu recyceln. Durch spezielle Anlagen werden vorhandenes Glas, Metall und das Quecksilber getrennt und einzeln wieder verarbeitet.

Bei einzelnen Leuchtstoffröhren aus dem privaten Gebrauch kann in einem Lampengeschäft oder dem Baumarkt nachgefragt werden. In der Regel erklären sie sich bereit das Leuchtmittel zurückzunehmen, um es dann der entsprechenden Entsorgungsfirma weiter zu leiten. Hier werden sie ebenfalls erneuert, um sie dann wieder dem Stromkreislauf zuzuführen.